Extrem-Wanderer Thorsten Hoyer jetzt am Grünen Band in Nordhessen unterwegs

Tag 10 – Mittwoch Abend, gegen 18.00 Uhr – am Grenzparkplatz zwischen Hessen und Thüringen – B7, zwischen Rittmannshausen und Ifta – Thorsten Hoyer passiert den Grenzparkplatz auf seiner Extremwanderung nach 517 Kilometern.

Es war der 16. September 2020, nachmittags. Ich fuhr wie so oft von Kassel nach Eisenach und hatte natürlich den Live-Tracker von Thorsten Hoyer stets im Blick. Gegen 15.30 Uhr näherte ich mich dem Grenzparkplatz kurz vor Ifta. Hier soll es noch heute passieren, dass Extremwanderer Thorsten Hoyer am Tag 10 seiner Extremtour am “Grünen Band” nach über 500 Kilometern vorbeikommt.

Live Tracker zeigt Thorsten Hoyers Position bei KM 517,1

Nordhessen zur linken und Thüringen zur rechten Seite gelegen, wandert Thorsten Hoyer unermüdlich dem Grünen Band entlang nach Norden (Foto: Michael Martin-Leck)

Sein Ziel: 1320 Kilometer wandern am Grünen Band und dem Mauerverlauf entlang – Ankunft: 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit – in Berlin

Thorsten Hoyers Plan:
Komplett das Grüne Band erwandern – vom Dreiländereck Sachsen/Bayern/Tschechien – zur Ostsee nach Travemünde (Start Montag, 7. Sept. 2020). Und zu guter Letzt auch noch dem historischen Mauerverlauf zwischen West- und Ostberlin entlang.

Kolonnenweg der deutsch-deutschen Grenze

[ … Kilometerweit kann man gedankenverloren über den holprigen, teils überwachsenen Kolonnenweg stolpern, und plötzlich ist der Weg verschwunden und man steht auf einem Acker oder in einem Gewerbegebiet. Auf 13 Prozent der alten Grenzstrecke ist das Grüne Band so unterbrochen, der Naturkorridor versperrt, der Weg auch. … ] – schrieb die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel “Der alte Kolonnenweg? Umgepflügt”.

Generell schwierig zum Wandern: Der typische Lochbeton des Kolonnenweges (Foto: Michael Martin-Leck)

» Und plötzlich ist der Weg verschwunden

Süddeutsche Zeitung

Diese Erfahrung musste auch Thorsten Hoyer schon machen. So erfuhr ich von seinem Kameramann, den ich am Grenzparkplatz kurz sprechen konnte, dass sich Thorsten schon mehrmals selbst seinen Weg suchen musste, über Zäune kletterte, um schließlich quer Feld ein wieder auf das Grünen Band zurückzufinden.

Das kostet natürlich unnötig viel Zeit und Strecke, die Torsten Heuer eigentlich nicht übrig hat, wenn er nach 24 Tagen und 1200 Kilometern plus Extratour mit weiteren 120 Kilometern am 3. Oktober 2020 an seinem Ziel am Brandenburger Tor in Berlin ankommen will.

50 Kilometer wandern pro Tag, 24 Tage lang – unvorstellbar für einen normal-sportlich-aktiven Wanderer?

Wie es mir persönlich auf dem 12 Stunden Marsch über 51,1 Kilometern in Aschersleben erging, dass könnt ihr in meinen nächsten Blogbeitrag lesen.

Bis dahin,
FRISCH AUF & fresh up!

Michael Martin-Leck

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